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Weitere Eskalation: Mord aus der Luft

Auch heute terrorisierten israelische Siedler mehrere Dörfer im Westjordanland, darüber hinaus wurde gestern schon der Bau von 1000 neuen Wohneinheiten in völkerrechtswidrigen Siedlungen von der israelischen Regierung beschlossen, während ein Drohnen-Attentat der Besatzungsarmee 3 Menschen tötete.

Zum ersten Mal seit dem Jahr 2006 hat die israelische Besatzungsarmee 3 Mitglieder des bewaffneten palästinensischen Widerstands in Jenin durch einen Drohnenangriff ermordet. Bei den Getöteten handelt es sich um zwei Mitglieder des Islamischen Jihad, Suheib Alghoul (27) & Ashraf Saadi (17) sowie um ein Mitglied der Fatah, Muhammad Oweis (28). Diese neue Eskalation israelischer Gewalt erinnert erneut an die Tage der zweiten Intifada (2000 — 2005/2006). Die Kämpfer der verschiedenen militärischen Widerstandsgruppierungen versprachen, Rache zu nehmen & den Kampf bis zur Befreiung Palästinas fortzusetzen & prangerten an, was sie für feige Methoden Israels halten.

Die Siedler hingegen, welche sich in den vergangenen Tagen an Pogromen gegen die palästinensische Zivilbevölkerung beteiligten, sind nach wie vor in vielen Dörfern & Gemeinden im Westjordanland auf freiem Fuß. Gestern hatten sie dabei den palästinensischen Fußballspieler Omar Ketin (27) in Turmusaya ermordet & weitere Gemeinden angegriffen.

Stattdessen hat die israelische Regierung den Siedler:innen ein Geschenk gemacht: Sie hat beschlossen, ihnen 1.000 neue Wohneinheiten in der illegalen Siedlung Eli sowie eine neue Siedlung in der Nähe der Ortschaft Turmusaya zuzuteilen. Siedlungen in völkerrechtswidrig besetzten Gebieten ist illegal & zählt laut Genfer Konvention als Kriegsverbrechen.
Freunde von Occupied News, welche sich im Dorf Qaryout aufhalten, berichteten uns von den immer noch andauernden Angriffen & schickten uns ein Video.

Mehr Hintergrund

https://occupied-news.medium.com/die-zweite-intifada-f5f3514a23f8

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