Totgeprügelt

Israelische Soldaten prügeln 18järhigen Palästinenser tot | Shin Bet attackiert Hungerstreiker Maher Al Akhras

Totgeprügelt: Der palästinensische Teenager Amer Abdulrahman Snobar wurde heute am frühen Morgen von israelischen Besatzungssoldaten mit ihren Gewehrkolben totgeprügelt. Der Totschlag ereignete sich in der Nähe des Dorfes Turmus-Ayya nordöstlich von Ramallah im besetzten Westjordanland. Amer wurde nur 18 Jahre alt.

Amer Abdulrahman Snobar. Er wurde nur 18 Jahre alt

Hungern für Freiheit: Maher Al Akhras (49) befindet sich seit 91 Tagen im Hungerstreik gegen seine Administrativhaft (Willkürhaft ohne Nennung von Gründen & ohne Anklage, beliebig oft verlängerbar). Akhras’ Ehefrau Taghreed trat vor einigen Tagen seinem Hungerstreik bei, um sein Leben zu retten. Nun begannen auch seine Mutter & 3 ältesten Söhne einen Hungerstreik, nachdem die Besatzung ihnen das Recht verweigert hatte, Akhras in seinem Zimmer im Kaplan-Krankenhaus zu besuchen.

Der israelisch-jüdische Kommunist Ofer Kesiv will nun Akhras unterstützen, in dem er so lange hungert, bis seine Familie ihn wieder besuchen darf. Die UN fordert Akhras sofortige Freilassung.

Eine Gruppe israelischer Shin Bet-Mitglieder, Gefängniswärter sowie Sicherheitskräfte stürmten gestern sein Krankenhauszimmer, wo sie Akhras angriffen, ihn brutal zu Boden warfen & ihn dann in einen Rollstuhl zwangen, um ihn gegen seinen Willen in eine andere Abteilung zu verlegen.

Akhras Gesundheitszustand ist nach über 90 Tagen Hungern lebensbedrohlich, Ärzte befürchten, er könne jederzeit versterben. Immer wieder verliert er das Bewusstsein, teils für mehrere Stunden.

“Heute fühle ich mich sehr schwach, mein Körper zittert, ich kann mich kaum konzentrieren, kaum Sprechen, schlecht sehen & ich verspüre einen starken Druck auf meinem Herzen… 
Ich möchte, dass meine Mutter, meine Frau und meine Kinder mich besuchen. Ich will nicht im Kaplan Hospital (das von der Gefängnisverwaltung geführt wird) sterben, und ich will ihre Hilfe nicht. Wenn sie mir helfen wollen, sollen sie mich in ein palästinensisches Krankenhaus im Westjordanland bringen. Ich möchte im Kreise meiner Familie & meiner Kinder sterben.
Ich will nicht, dass sie mich in einen Kühlschrank stecken*, wenn ich sterbe, weder hier noch in Krankenhäusern im Westjordanland, und ich will nicht, dass sie meinen Körper sezieren, weder hier noch im Westjordanland. Ich will, dass die befreiten Gefangenen, die im Hungerstreik gekämpft haben & die Familien der Märtyrer meinen Sarg tragen. Ich wünsche mir von meinem Volk, dass es unser Heimatland schützt. “

*Es ist eine übliche Praxis der Besatzung, die Leichen getöteter Palästinenser*innen nicht an die Familien zurückgeben, sondern über Jahre in Gefrierfächern oder verscharrt in nummerierten Erdlöchern zurückzuhalten. Somit wird der Getötete über seinen Tod hinaus gedemütigt & seiner Familien und Angehörigen die Möglichkeit der Trauer und Verarbeitung genommen.

Video: Die Tochter des seit 91 Tagen hungerstreikenden Maher Al Akhras im Kaplan-Krankenhaus. Sie weint & schreit das israelische Sicherheitspersonal an, weil sie ihren dem Tod nahen Vater sehen will, aber nicht darf: https://www.facebook.com/younes.arar/posts/10160391987040760

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