Eyad al-Hallaq, ein 32-jähriger Bewohner Ostjerusalems - mit freundlicher Genehmigung der Familie

Tagesbericht: Samstag, 30.05.2020

Palästinenser mit Autismus getötet, Hauszerstörung, 2 Verhaftungen, 20 Tage Hungerstreik

Jerusalem: Iyad Halaq (32), der unter schwerem Autismus litt, wurde auf dem Weg zu seiner Sonderschule von israelischen Soldaten getötet. Diese geben selbst an, er war unbewaffnet.

Embed from Getty Images

Eine mehrköpfige Familie ist nun obdachlos, nachdem es ihr Haus mit eigenen Händen abreißen musste. Israelische Behörden ordneten den Abriss wegen fehlender Baugenehmigung an. Die Besatzungsmacht verweigert regelmäßig Palästinensern den Bau von Wohnraum. Wird später der Abriss angeordnet, wird er ihnen in Rechnung gestellt. Aufgrund der hohen Kosten müssen viele ihr Haus selber zerstören.
Zwei Palästinenser wurden verhaftet, weil sie die willkürliche Durchsuchung ihres Autos durch Soldaten ablehnten. Das Auto wurde zudem beschlagnahmt.

Jenin: Ein Palästinenser durch Soldaten verletzt.

Kafr Qadum: Die gestern begonnenen Demonstrationen gehen weiter.

Gefangene: Der Gefangene Sami Janasra, 47, befindet sich nun im 20. Tag seines Hungerstreiks. Er demonstriert gegen seine Administrativhaft (Haft ohne Anklage und ohne Nennung eines Haftgrundes, kann beliebig oft und ohne Nennung von Gründen verlängert werden).

Das kann Sie auch interessieren:

Polizist trotz Mord an einem Autisten befördert

Ein israelischer Polizeibeamter, der im Mai 2020 im besetzten Ostjerusalem den autistischen Palästinenser Iyad Al …