Massenverhaftung

Größte Massenverhaftung seit 2014 | 3 Siedler bei Siedlerangriff auf pal. Dorf verletzt | Zerstörung von pal. Farmland | EU warnt Serbien & Kosovo vor Botschaftsverlegung

Massenverhaftung: In einer breit angelegten Verhaftungskampagne im gesamten Westjordanland wurden heute in den frühen Morgenstunden über 50 Palästinenser, darunter Politiker & Parlamentarier sowie ehemalige Gefangene & deren Familienmitglieder festgenommen. Auch Familienangehörige von schon lange Inhaftierten wurden gewaltsam festgenommen. Besatzungssoldat*innen verschafften sich gewaltsam Zutritt in die Familienhäuser, die Verhafteten sprechen außerdem von schweren Misshandlungen. Es handelt sich um die größte Verhaftungskampagne seit 2014. Mittlerweile wurden 20 der Verhafteten wieder freigelassen: es ging wohl in erster Linie um Einschüchterung.

Einige Porträts der heute Verhafteten.

Siedlerangriff mit Folgen: In den letzten Monaten häufen sich massiv gewaltsame Übergriffe von Siedlern*innen gegen Palästinenser*innen, besonders nächtliche Aktionen von Vandalismus & Bedrohung. In der Regel greifen Soldat*innen nicht ein & Siedler*innen werden strafrechtlich nicht verfolgt. Anwohner der Ortschaft Der Dschrer setzten sich heute gegen einen erneuten Siedlerangriff zur Wehr & verletzten 3 Siedler, einen davon schwer.

Landraub: Der Palästinenser Kamel Attel musste heute hilflos mitansehen, wie Besatzungssoldat*innen sein Farmland im Dorf Zanouta planierten und dies mit Waffen durchsetzten.

Warnung vor Legitimierung von Besatzung: Die EU warnte gestern Serbien & den Kosovo davor, ihre Botschaften ins besetzte Jerusalem zu verlegen. Jerusalem ist seit 1948 besetzt, die israelische Souveränität über die Stadt ist daher international nicht anerkannt — weder über den 1948 besetzten West- noch den seit 1967 besetzten Ostteil der Stadt.

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