Lasst mir das Grab meines Sohnes

Obwohl israelische Besatzungspolizist:innen versuchen, sie gewaltsam wegzuzerren, weigert sich Ola Nababta, das Grab ihres Sohnes Alaa zu verlassen. Immer wieder ruft sie unter Tränen den Namen ihres Sohnes, während Polizist:innen versuchen, ihre Finger vom Grabstein zu lösen & an ihr mit aller Kraft zerren. So geschehen gestern. Alaa ist auf dem palästinensischen Friedhof Yusufiya nahe der Al Aqsa-Moschee in Jerusalem begraben. In dieser Woche begann die Besatzung nahe der Grabstätte mit dem Bau eines “Bibelparks” — vollkommen völkerrechtswidrig. Systematisch werden die Gräber zerstört, auch ein zweiter palästinensischer Friedhof in der Altstadt ist hiervon betroffen. Wo sollen die Menschen in Zukunft ihre verstorbenen Angehörigen besuchen & um sie trauern können? Nicht nur die lebenden Palästinenser:innen sollen aus Jerusalem weichen, auch die toten sollen verschwinden.

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