Jeder Palästinenser ist vogelfrei: wieder eine Hinrichtung

Ein israelischer Siedler hat heute den Palästinenser Ahed Ikhlayyil (25) mitten am Tag auf einer der größten Straßenmündungen südlich von Bethlehem vor den Augen der Besatzungsarmee hingerichtet. Die israelische Armee behauptete später — wie bei allen Hinrichtungen dieser Art — das Opfer habe ein Messer in Richtung des Siedlers geworfen. Von einer drohenden Gefahr durch Ahed, die die Erschießung rechtfertigen könnte, hat das Statement des Militärs nicht geredet.

Die israelische Armee marschierte später in das Dorf des Opfers, Beit Immar nahe Al Khalil (Hebron), ein, verhaftete einen Zeugen des Vorfalls & lud Aheds Familie zum Verhör vor. Über den Bürgermeister des Ortes lies die Armee der Familie ausrichten, dass der Leichnam nicht an die trauernde Familie zur Beerdigung übergeben wird — eine übliche Vorgehensweise zur Demoralisierung der Angehörigen.

Derzeit sind ca. 254 getötete Palästinenser*innen auf dem “Friedhof der Zahlen” der israelischen Behörden in anonymen, lediglich nummerierten Erdlöchern verscharrt. Seit teilweise 5 Jahren wird ihnen eine ordnungsgemäße Bestattung durch Familie & Angehörigen verweigert & den Trauernden ein Grab, an dem Abschied nehmen können.

Ahed hat erst vor einigen Wochen eine Bäckerei für Feingebäck in seinem Dorf eröffnet.

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