Israel kündigt nächstes Verbrechen mittels Koranvers an 

Israel kündigt nächstes Verbrechen mittels Koranvers an 

Während dessen drückte UN-Generalsekretär Antonio Guterres heute den “panic buttom” & Kamal-Adwan-Krankenhaus von Panzern & Soldat:innen umstellt.

Laut einem Bericht des Wall Street Journal vom Montag, der sich auf einen US-Beamten beruft, plant Israel, das von der Hamas im Gazastreifen genutzte Tunnelnetz mit Meerwasser zu fluten. Berichten zufolge hat Israel dafür im November die Montage von mindestens 5 großen Meerwasserpumpen nahe des Flüchtlingslagers Al Shati im nördlichen Gazastreifen abgeschlossen. Die Pumpen können Tausende Kubikmeter Wasser pro Stunde aus dem Mittelmeer in das Tunnelnetz befördern.

Ein US-Beamter sagte dem Wall Street Journal, Israel habe Washington im vergangenen Monat über die Pläne informiert, worauf die Reaktion “gemischt” gewesen sei. Washington habe die Durchführbarkeit der Flutung der Tunnel, die Auswirkungen auf die Umwelt und den militärischen Wert der Ausschaltung des Tunnelnetzes abgewogen, hieß es.

Die Flutung der Tunnel mit Meerwasser wäre eine Katastrophe für die Zukunft des Gazastreifens, da es die natürliche Grundwasserversorgung & somit Gazas Zugriff auf Trinkwasser zerstört, die Ackerböden & Wasserversorgung für die Landwirtschaft der abgeriegelten Küstenenklave irreparabel schädigt & zahlreiche Häuser & Straßen einsturzgefährden würde. Die schon vor dem 7. Oktober unerträgliche Lage des Gazastreifens würde sich massiv & langfristig verschärfen.

In Israel laufen die Familien der von der Hamas Entführten Sturm gegen die Pläne der Tunnelflutung. Seit langem kritisieren sie die Flächenbombardements Gazas, die auch das Leben der israelischen Gefangenen gefährden. Die Flutung der Tunnel gefährdet ebenfalls ihr Leben. In der vergangenen Woche berichteten israelische Gefangene, die von der Hamas freigelassen wurden, über ihre Gefangenschaft. Einige der Gefangenen verbrachten ihre gesamte Zeit in unterirdischen Tunneln, während andere sich in Verstecken aufhielten.

Während es bis gestern hieß, es sei nicht bekannt, ob Israel diese Pläne wirklich in die Tat umsetzen werde, gingen heute in den Sozialen Medien Flugblätter viral, die die israelischen Besatzungsarmee über dem Gazastreifen abgeworfen haben soll & keinen Zweifel an der Umsetzung solcher Plänen lassen. Auf den Flugblättern wird aus dem Koran zitiert:

“Die Flut hat sie überrollt, während sie Unrecht getan haben” (Anm. d. Red.: Sintflutgeschichte)

Dies soll wohl eine Anspielung auf das Meerwasser sein, das Israel in das Tunnelnetz des Gazastreifens zu pumpen gedenkt, aber womöglich auch eine Anspielung auf die “Al Aqsa Flood”, wie die Hamas ihren Angriff am 7. Oktober betitelte.

Derweil griff UN-Generalsekretär Guterres heute zu Artikel 99 & beruft sich somit auf das mächtigste diplomatische Instrument, das ihm zur Verfügung steht — quasi das Äquivalent zum “panic buttom””. Artikel 99 der UN-Charta gibt ihm die Befugnis, für jedes Thema, das er als Bedrohung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit ansieht, eine Sitzung des Sicherheitsrates einzuberufen. Und das macht er jetzt zum ersten Mal während seiner Amtszeit — wegen Gaza.

Er tut dies, da sich die Mehrheit der Ratsmitglieder für einen humanitären Waffenstillstand ausgesprochen hat. Der Rat hat jedoch keine Resolution eingebracht. Die Vereinigten Staaten haben sich ganz klar dagegen ausgesprochen. Die USA, die ein Veto einlegen, haben erst gestern erklärt, dass sie nicht glauben, dass eine solche Resolution der Situation helfen würde. Stattdessen riefen sie zu weiteren Verhandlungen auf.

“Die Situation verschlimmert sich schnell zu einer Katastrophe mit möglicherweise irreversiblen Folgen für die Palästinenser:innen insgesamt und für Frieden und Sicherheit in der Region”, so Guterres. “Das muss um jeden Preis vermieden werden.”

Die UN-Beamten und Delegationen bei den Vereinten Nationen versuchen also mit allen Mitteln, einen Waffenstillstand und eine gewisse Erleichterung für die Menschen in Gaza zu erreichen. Es wird versucht, die Blockade zu durchbrechen und den Palästinenser:innen im Gazastreifen zu helfen, die unermesslich leiden.

Gleichzeitig sind verängstigte Zivilisten sind im Kamal-Adwan-Krankenhaus im nördlichen Gazastreifen eingeschlossen, da die israelischen Besatzungskräfte die medizinische Einrichtung eingekreist haben. Mehr als 100 Menschen sind bei Angriffen in der Nähe der Einrichtung am Dienstag getötet worden. “Die israelischen Besatzungstruppen haben das Krankenhaus von allen Seiten belagert … Wir werden von Geschützen & Artilleriegranaten beschossen”, so Munir Al Bursh, Generaldirektor des Gesundheitsministeriums in Gaza, aus dem Inneren von Kamal Adwan. “Die Patienten, die Verletzten & diejenigen, die im Krankenhaus Zuflucht gesucht haben, sind von Angst ergriffen & von Entsetzen überwältigt”, sagte er.

Ein Mann erklärte gegenüber Al Jazeera, er habe sich in das Krankenhaus begeben, in der Hoffnung, dort Schutz vor den israelischen Luftangriffen zu finden, aber seine Worte wurden abrupt durch den lauten Knall einer Explosion ganz in der Nähe unterbrochen. Es gibt im Norden des Gazastreifens nur noch 3 Krankenhäuser, die (zumindest stark eingeschränkt) in Betrieb sind.

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