Gestorben, weil er überleben wollte — Sonntag, 24.01.2021

Der 50-jährige palästinensische Arbeiter Fo’ad Joudeh starb heute morgen, nachdem israelische Besatzungstruppen eine Gruppe palästinensischer Arbeiter in der Nähe des Dorfes Far’oun im besetzten Westjordanland mit Tränengas angegriffen hatten.

Laut lokalen Quellen erlitt er einen Herzinfarkt, nachdem er eine große Menge Tränengas eingeatmet hatte, das von Gasgranaten stammte, die von den israelischen Besatzungstruppen auf den Mann & die anderen Arbeiter geworfen wurden. Er verstarb noch am Ort des Geschehens.

Fo’ad Joudeh erlitt einen Herzinfarkt, nach dem er große Menge an Tränengas einatmete, mit welchem isr. Soldat*innen die Gruppe pal. Arbeiter attackierte. Er verstarb noch am Ort des Geschehens. Far’oun, besetztes Westjordanland, 24.01.2021

Da die Besatzung jede wirtschaftliche Entwicklung unterbindet & somit einen Mangel an Arbeitsmöglichkeiten im Westjordanland verursacht, sind einige Palästinenser*innen gezwungen, in Israel nach Arbeit zu suchen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern & ihren Familien ein angemessenes Leben zu ermöglichen. Die Einreise erfordert jedoch eine Einreisegenehmigung, die praktisch unmöglich zu erhalten ist. Infolgedessen versuchen Palästinenser*innen regelmäßig, die illegale Trennmauer ohne Genehmigung zu überqueren, was sie dem Risiko aussetzt, von israelischen Besatzungstruppen verhaftet oder angegriffen zu werden. Israelis, einschließlich Siedler, sind davon nicht betroffen, sie können ungehindert zwischen Israel & dem Westjordanland reisen.

Seit 2002 baut Israel eine Mauer, die sich über mehr als 700 Kilometer erstreckt & palästinensisches Land im besetzten Westjordanland annektiert. Diese Mauer ist bekannt als Trennmauer oder Apartheid-Mauer. Gemäß einem Urteil des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag aus dem Jahr 2004 ist diese Mauer illegal, völkerrechtswidrig und muss abgerissen werden.

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