Filmplakat "Farha" - Die Bildrechte liegen bei den Produzenten

Filmtipp – „Farha“ (2021)

Am 1. Dezember begann Netflix mit dem weltweiten Streaming des auf wahren Begebenheiten beruhenden Films Farha (2021), trotz des immensen Drucks, der u.a. von israelischen Politiker:innen auf die Plattform ausgeübt wurde, um seine Premiere zu verhindern. Der Film ist der erste abendfüllende Spielfilm der jordanisch-palästinensischen Regisseurin Darin J. Sallam & erzählt die Entwicklungsgeschichte ihrer Heldin Farha, einer 14-jährigen palästinensischen Teenagerin, die in einem Dorf als Bauernmädchen lebt, einen unersättlichen Appetit auf Bücher & Lernen hat & den innigen Wunsch hegt, ihre Ausbildung an einer Schule in der Nachbarstadt fortzusetzen. Als der Vater endlich ihre Immatrikulationsurkunde für die weiterführende Schule unterschreibt, bricht sich eine Katastrophe Bahn, die das Leben hunderttausender Palästinenser:innen für immer auseinanderreißt — die Nakba.

Während Farha auf zahlreichen Filmfestivals gefeiert & preisgekrönt wurde, überrascht es nicht, dass der Film von israelischen Behörden ins Visier genommen wurde & die angekündigte Netflixpremiere für Empörung sorgte. Israels Finanzminister Avigdor Lieberman komentierte: “Es ist verrückt, dass Netflix beschlossen hat, einen Film zu streamen, dessen einziger Zweck es ist, einen falschen Anschein zu erwecken und israelische Soldaten zu diskreditieren.” Es brach sich in den letzten Tagen eine massive Verleumdungskampagne gegen den Film Bahn. Über die Nakba spricht man in Israel nicht gern. Meist leugnet man sie ganz. Jordanien plant, den Film als Beitrag für die nächsten Oscarverleihungen einzureichen.

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