Polizeiliche Vorladung Ramadan
Solche polizeilichen Vorladungen werden derzeit an Tausende Palästinenser:innen mit israelischer Staatsangehörigkeit versendet. Via Arab 48

Erneut massive Einschränkung der Religionsfreiheit

Aktuelle Videos zeigen, wie die israelischen Besatzungskräfte Palästinenser:innen verbieten, die Al Aqsa-Moschee zu betreten, um in der ersten Nacht des heiligen muslimischen Monats Ramadan zu beten.

Das betrifft sowohl Palästinenser:innen aus dem besetzten Jerusalem sowie Palästinenser:innen, die Bürger:innen Israels sind. Die Muslime aus dem Westjordanland & dem Gazastreifen dürfen das Gebiet gar nicht erst betreten.

Den Palästinenser:innen im illegal besetzten Westjordanland & dem Gazastreifen hat Israel grundsätzlich den Besuch der Al Aqsa-Moschee im besetzten Jerusalem für dieses Jahr untersagt. Aktuelle Videos zeigen außerdem, wie die Besatzungskräfte zahlreiche Palästinenser:innen aus Jerusalem sowie aus Israel mit israelischer Staatsbürgerschaft am Besuch der Moschee in der heutigen Nacht vor Beginn des Ramadan hindern.

Etwa 5.000 palästinensische Israelis (also Palästinenser:innen mit israelischer Staatsbürgerschaft, die innerhalb Israels leben) wurden zudem aktuell zu Verhören geladen & ihnen mit eingeschränktem Zutritt zur Al Aqsa-Moschee während des Fastenmonats Ramadan gedroht.

Polizeiliche Vorladung Ramadan
Solche polizeilichen Vorladungen werden derzeit an Tausende Palästinenser:innen mit israelischer Staatsangehörigkeit versendet.

Die Polizei verteilt diese Vorladungen an junge und alte palästinensische Männer und Frauen aus Israel, die zur Anhörung in das Al Qashla-Polizeizentrum im besetzten Jerusalem kommen müssen. Wer nicht erscheint, dem wird automatisch die Erlaubnis zum Moschee-Besuch verweigert. Die Polizei verwendet in den arabischen Dokumenten den Begriff Tempelberg anstelle von Al Aqsa-Moschee, was unüblich ist.

Bisher hatte die rechts-nationale Netanjahu-Regierung den palästinensischen Bürger:innen Israels den Zutritt zur Al Aqsa-Moschee für die erste Woche des Fastenmonats Ramadan gestattet. Sie behält sich für den Rest des Fastenmonats vor, den Zutritt unter Einsatz der israelischen Besatzungskräfte zu untersagen. Dennoch zeigen Videoaufnahmen von heute Abend, dass eben jenen palästinensischen Israelis sowie Palästinenser:innen aus Jerusalem der Zugang von bewaffneten Besatzungskräften verwehrt wird.

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