Eine von zahllosen Geschichten

Al Khalil (Hebron) vorletzte Nacht: Ein Vater, Hijazi Qawasmeh, verabschiedet sich von seinem krebskranken Sohn Ahmad. Dutzende von israelischen schwerbewaffneten Soldat:innen stürmen in seine Wohnung, um ihn ohne Grund zu verhaften. Man sagt ihm nicht, warum er abgeführt werden soll. Sie geben dem Vater nur wenige Minuten, sich von seinen Kindern zu verabschieden. Teilnahmslos schauen sie zu, wie er versucht, seine Kinder zu beruhigen & auf Wiedersehen zu sagen. Der Sohn ist schwer an Krebs erkrankt & kämpft gegen den Tod. Er braucht intensive Pflege & die volle Unterstützung seiner Familie. Doch die kann nun nicht vollständig für ihn da sein. Anstatt ihn zur Chemotherapie ins Krankenhaus zu begleiten, wird der Vater für unbestimmte Zeit inhaftiert. Der Vater weiß nicht, wann er wieder entlassen wird, sein einziger Gedanke ist “Hoffentlich sehe ich meinen Sohn lebend wieder”. Was es mit dem Kind macht, das gerade alle seine Kraft braucht, kann man nur erahnen. Es ist eine von vielen Geschichten der Besatzung.

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