Ein Widerstandskämpfer & ein Siedler erschossen

Der israelische Siedler Meir Tamari ist heute seinen Verletzungen erlegen, nachdem er am Eingang einer illegalen Siedlung im besetzten Westjordanland angeschossen wurde, wie die israelische Armee mitteilte.

Die Schießerei im Vorbeifahren ereignete sich am Dienstag in der Nähe der völkerrechtswidrigen Siedlung Hermesh, südwestlich des besetzten Jenin. Solche Siedlungen gelten nach internationalem Recht als illegal & Kriegsverbrechen.

Laut Nachrichtenagentur AFP hat der Siedler seit vier Jahren in Hermesh gelebt. Sie berief sich dabei auf eine Erklärung des Shomron Regional Council, der israelischen Behörde, die die völkerechtswidrigen Siedlungen im nördlichen Westjordanland verwaltet. Eine Mitgliedsorganisation der mit der Fatah verbundenen Al Aqsa-Märtyrer-Brigaden erklärte, sie habe den Anschlag verübt, um von Israel getötete Palästinenser zu rächen. Die israelische Besatzungsarmee erklärte, dass sie nach zwei Angreifern fahnden würden.

Israelische Siedler haben heute Abend palästinensische Bewohner:innen, Häuser & Fahrzeuge in Khirbet Emreha, einem Viertel in der Stadt Yabad südlich von Jenin & nahe der Siedlung Hermesh, angegriffen & die nahe gelegene Hauptstraße, die die Gemeinden Jenin & Tulkarem verbindet, gesperrt, wie Zeugen berichteten. Laut Augenzeugen werden die Siedler von den israelischen Soldat:innen bei ihrem Angriff unterstützt. Außerdem skandierten sie anti-arabische Parolen & riefen zur Tötung von Araber:innen auf.

Der Vandalismus der israelischen Siedler im besetzten Westjordanland ist Routine und wird von den israelischen Behörden voll unterstützt, so die israelische Menschenrechtsgruppe B’Tselem. “Siedlergewalt & Vandalismus finden mit voller Rückendeckung der israelischen Behörden statt. Manchmal beteiligen sich Soldat:innen an den Übergriffen, manchmal sehen sie tatenlos zu. Die Polizei unternimmt keine nennenswerten Anstrengungen, um die Vorfälle zu untersuchen, noch ergreift sie Maßnahmen, um sie zu verhindern oder in Echtzeit zu stoppen”, heißt es in ihrem Bericht.

Gestern morgen erschossen israelische Besatzungssoldat:innen bei einem Überfall auf Jenin den palästinensischen Widerstandskämpfer Ashraf Mohammed Amin Ibrahim (37). Er wurde von zwei Kugeln getroffen, eine in den Bauch, wodurch die Leber verletzt wurde, & eine zweite in die Brust, die in die Lunge eindrang.

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