Die Saat der unmenschliche Besatzung

Rihab Al Horoub (60)

Israelische Besatzungstruppen haben gestern, am 02.05.2021, die 60-jährige Palästinenserin Rihab Al Horoub erschossen. Der Vorfall ereignete sich an einer Kreuzung außerhalb der illegalen israelischen Siedlung von Gush Etzion, südlich von Bethlehem im besetzten Westjordanland. Sie wurde durch Schüsse der Soldat*innen schwer verletzt & erlag heute ihren Verletzungen im Shaare Zedek-Krankenhaus im besetzten Jerusalem. Die Soldat*innen behaupteten, die Frau habe versucht, sie mit einem Messer anzugreifen. Zwar scheint sie den Videos nach in der Tat einen Gegenstand wie bspw. ein Küchenmesser in der Hand gehalten zu haben, jedoch bewegte sie sich enorm langsam & verunsichert auf die schwer bewaffneten, Schutzmontur tragenden Soldat*innen zu & war mehrere Schritte von ihnen entfernt (s. Video unten): Eine regelrechte Hinrichtung der alten Frau mit mehreren Schüssen ist keinesfalls gerechtfertigt, Soldat*innen hätten sie ganz einfach überwältigen können. Nach den Schüssen wurde keine erste Hilfe für die schwer blutende Frau durch die anwesenden Besatzungskräfte geleistet.

Am Sonntag, 02.05.2021, wurden bei einem palästinensischen Angriff auf den israelischen Militärcheckpoint Za’tara im südlichen besetzten Nablus drei illegale Siedler verwundet, einer von ihnen kritisch am Kopf. Anschließend waren für nahezu den ganzen Tag die Straßen zu Ramallah für Palästinenser*innen abgesperrt & Ortschaften wurden willkürlichen Razzien unterzogen. Tausende von palästinensischen Pendlern saßen auf den Straßen im besetzten Westjordanland im Bezirk Nablus fest, auf deren Straßenrand sie am Abend letztlich ihr Fasten brechen mussten.

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