Angriff auf Menschen & Religionen

4 Palästinenser durch israelische Besatzungssoldaten getötet. 1 israelischer Wachmann in illegaler Siedlung von bewaffneten Widerstandskämpfern getötet. Zahlreiche Verletzte nach israelischen Überfällen auf Flüchtlingslager im Westjordanland & erneutem Angriff auf Gläubige in Al Aqsa-Moschee (u.a. mit Drohnen) während des Fastenmonats Ramadan. Tausenden palästinensischen Christ:innen & Priestern an Ostern Zugang zu Jerusalem & Grabeskirche verweigert. Wöchentliche Angriffe mit Kanonenbooten auf Gazas Fischer fortgesetzt. Siedler verprügeln & pfeffersprayen älteren Palästinenser. 2 Palästinenser setzen Hungerstreik gegen ihre Willkürhaft fort, Hunderte Häftlinge setzen Boykott israelischer Militärgerichte wegen des “barbarischen, rassistischen Werkzeugs” der Administrativhaft seit 120 Tagen fort. Der 14-jährige Junge & Geiger Ethel Al Aza ist nach tagelanger israelischer Haft mit Schlägen & Schlafentzug endlich wieder frei.

Was in der Woche seit dem 21.04.2022 im historischen Palästina passierte:

Getötet

Israelische Besatzungskräfte erschossen gestern den Palästinenser Yehia Ali Adwan (27) im besetzten Westjordanland. Dem ehemaligen politischen Häftling wurde bei heftigen Auseinandersetzungen zwischen unbewaffneten palästinensischen Jugendlichen & den schwerbewaffneten israelischen Soldat:innen, die in die Stadt eindrangen, direkt ins Herz geschossen. Die Besatzer behaupteten später, er habe einen Moltow-Cocktail bei sich gehabt.

Israelische Besatzungstruppen erschossen am Mittwoch den Palästinenser Ahmad Mohammed Massad (21) bei ihrem Militärüberfall auf die Stadt Jenin & dem dazugehörigen Flüchtlingslager im Norden des besetzten Westjordanlandes. Sie stürmten im Morgengrauen das Flüchtlingslager, wodurch es zu Auseinandersetzungen zwischen palästinensischen Jugendlichen & den Besatzern kam. Massad wurde von einer Kugel in den Kopf getroffen. Drei weitere Personen wurden ebenfalls verletzt, darunter zwei Jugendliche im Alter von 19 & 18 Jahren.

Israelische Soldat:innen haben am Dienstag bei einer weiteren Militärrazzia in einem Flüchtlingslager in der Nähe des besetzten Al Khalil (Hebron) Ahmed Ibrahim Oweida (20) getötet. Bei dem Einfall der israelischen Spezialeinheiten in dem Lager wurden außerdem 3 weitere Jugendliche verletzt. Die Armee erklärte, sie habe es mit “Dutzenden von Palästinensern zu tun, die Steine geworfen, Reifen angezündet & Molotowcocktails auf die (eindringenden) Truppen geworfen haben”, ohne direkt zu bestätigen, dass der Tote ein Teilnehmer war.

Am 22. April gab das palästinensische Gesundheitsministerium bekannt, dass Lotfi Ibrahim Labadi (20) seinen Verletzungen erlegen ist, die er vor einigen Tagen durch Schüsse der israelischen Soldat:innen erlitten hat. Labadi, der in der Stadt Al Yamoun nahe Jenin wohnt, wurde bei einem gewaltsamen israelischen Überfall auf die Stadt in der vergangenen Woche angeschossen & durch einen Kopfschuss lebensgefährlich verwundet.

Im Jahr 2022 wurden bei Angriffen der Besatzungsarmee bisher 42 Palästinenser:innen im Westjordanland getötet, darunter 3 Frauen & 8 Kinder. Insgesamt verstarben bisher 52 Palästinenser:innen im gesamten historischen Palästina durch israelische Schusswaffengewalt.

Die durch die Besatzung diese Woche getöteten Palästinenser, von links nach rechts: Yehia Ali Adwan (27), Ahmad Mohammed Massad (21), Ahmed Ibrahim Oweida(20) & Lotfi Ibrahim Labadi (20).

Ein israelischer bewaffneter Wachmann wurde am Freitagabend bei einem Schusswechsel vor der illegalen israelischen Siedlung Ariel nahe der Stadt Salfit im Norden des besetzten Westjordanlandes erschossen. Die israelischen Besatzungstruppen sperrten nach der Schießerei den Eingang zur Stadt Salfit & leiteten eine groß angelegte Suchaktion nach den Verdächtigen ein. Videoaufnahmen, die in den sozialen Medien veröffentlicht wurden, zeigen, dass zwei mit einem Carlo-Gewehr bewaffnete Männer aus nächster Nähe das Feuer auf den Wachmann eröffneten & sich anschließend zurückzogen. Am Samstag behauptete die Besatzung, dass die Streitkräfte die beiden Angreifer:innen festgenommen hätten.

Westjordanland

Alltag: Zwischen dem 21.04. & 27.04.2022 fiel die israelische Besatzungsarmee 228 Mal in Ortschaften des Westjordanlandes, einschließlich des besetzten Jerusalem, ein. Diese Übergriffe beinhalteten erneut willkürliche Razzien in zivilen Wohnhäusern, Verhaftungen sowie Schießereien der Soldat:innen, die Angst unter der Zivilbevölkerung hervorriefen. Es kam dabei außerdem erneut zu Todesfällen & schwer verletzten (s. obiges Kapitel).

Im Jahr 2022 ist die israelische bisher 2.673 Mal gewaltsam in Ortschaften des Westjordanlandes, einschließlich Jerusalem, eingefallen, wobei 2.027 Palästinenser:innen festgenommen wurden, darunter 211 Kinder & 16 Frauen.

Die Besatzungsgewalt rief auch diese Woche zahlreiche Demonstrationen von Palästinenser:innen hervor (auch im Gazastreifen sowie innerhalb Israels, wo Palästinenser:innen mit israelischer Staatsbürgerschaft auf die Straßen gingen). Die Proteste wurde erneut mit Gewalt der Besatzer beantwortet. Es kam zu zahlreichen Verletzten, darunter Kinder. Einige wurde mit scharfer Munition verletzt.

Am 22. April wurden mindestens 31 Palästinenser:innen, darunter 2 Rettungssanitäter:innen & 3 Journalist:innen, bei einem erneuten Überfall der Besatzer in die Al Aqsa-Moschee verletzt. Tausende Gläubige hielten sich zu diesem Zeitpunkt an der ihnen heiligen Stätte auf. Nach dem Freitagsgebet nahm die Armee ihre Angriffe auf die Gläubigen während des Ramadan in Al Aqsa wieder auf & feuerte über Drohnen Dutzende von Tränengaskanistern in den Hof der Felsendom-Gebetshalle. Infolgedessen erlitten mindestens 26 Personen, darunter Kinder & Frauen, schwere Atemnot & mussten medizinisch behandelt werden.

Mehr allgemeine Hintergrundinfos zur regelmäßigen Gewalt in der Al Aqsa-Moschee :

Al Aqsa — Die Kolonialisierung des Gebets

Die palästinensische Bevölkerung des Westjordanlandes wehrte sich diese Woche verstärkt gegen die gewaltsamen Überfälle der israelischen Besatzungsarmee. Immer wieder wurden Militärfahrzeuge mit Steinen & Molotovcocktails beworfen. Bewaffnete Widerstandskämpfer beschossen israelische Militärcheckpoints.

Politische Gefangene: Zwei palästinensische Gefangene in israelischen Besatzungsgefängnissen setzen ihren unbefristeten Hungerstreik fort.

Die Hungerstreiker Khalil Awawdeh (links) & Raed Rayyan (rechts).

Der Häftling Khalil Awawdeh befindet sich seit 58 Tagen in einem offenen Hungerstreik, um gegen seine Administrativhaft zu protestieren. Administrativhaft ist Willkürhaft: Sie erfolgt ohne Nennung von Gründen, Beweisen oder gar Anklage oder Gerichtsurteil. Sie ist außerdem beliebig oft verlängerbar. Nach internationalem Recht ist diese Form der Haft vollkommen illegal & wird von der UN regelmäßig aufs schärfste verurteilt.

Awawdeh wurde für seinen Hungerstreik von den israelischen Behörden bestraft, in dem er in Einzelhaft verlegt wurde. Mittlerweile befindet er sich jedoch im Klinikgefängnis, nachdem sich sein Gesundheitszustand verschlechtert hatte. Der Gefangene leidet jetzt unter Kopf- & Gelenkschmerzen, Erschöpfung & Auszehrung, ständigem Erbrechen sowie instabilem Herzschlag. Er hat über 16 kg Körpergewicht verloren. Der vierfache Familienvater Awawdeh wurde am 27. Dezember 2021 festgenommen & wird seitdem ohne Anklage oder Gerichtsverfahren oder Nennung von Haftgründen in Haft gehalten.

Aus den gleichen Gründen befindet sich der palästinensische Gefangene Raed Rayyan seit 24 Tagen im Hungerstreik, um gegen seine Inhaftierung in Adminsitrativhaft zu protestieren.

Infografik Administrativehaft
Infograpfic Administrativehaft (Visualizing Palestine CC BY-NC-ND 4.0)

Die palästinensischen gefangenen in israelischer Administrativhaft führen ihren Boykott der israelischen Militärgerichte nun seit 120 Tagen fort. Die palästinensischen Gefangenen boykottieren die israelischen Militärgerichte seit dem 1. Januar 2022. Unter dem Motto “Unsere Entscheidung ist Freiheit … Nein zur Administrativshaft” erklärten die Inhaftierten, ihr Schritt sei eine Fortsetzung der langjährigen palästinensischen Bemühungen, “der ungerechten Administrativhaft ein Ende zu setzen”.

Sie wiesen darauf hin, dass Israel diese Politik in den letzten Jahren auch auf Frauen, Kinder & ältere Menschen ausgeweitet hat. “Die israelischen Militärgerichte sind ein wichtiger Bestandteil des Unterdrückungssystems der Besatzung”, so die Inhaftierten. Sie bezeichneten die Gerichte als “barbarisches, rassistisches Werkzeug”.

Dieses Werkzeug “hat insgesamt Hunderte von Lebensjahren des palästinensischen Volkes unter dem Banner der Administrativhaft gestohlen”. Seit März 2002 ist die Zahl der Palästinenser in Verwaltungshaft nie unter 100 gesunken.

Im Jahr 2021 hat die israelische Besatzung 1.595 Administrativhaftbefehle gegen Palästinenser:innen ausgestellt, im März 2022 waren es 195.

Das 14-jährige palästinensische Kind Ethel Al Aza ist wieder frei, nachdem sich Palästinenser:innen tagelang für seine Freilassung mit öffentlichen Kampagnen & Protesten einsetzten. Das Journalistenpaar Muhammad & Majdoleen Hassona wurde vor wenigen Tagen von der Besatzung festgenommen & nachdem sie mehrere Stunden in der Atarot-Einrichtung verhört worden waren, wieder freigelassen. Am Tag, nachdem sie den Vernehmungsraum verlassen hatte, sagte Majdulin: „Wir sahen einen Jungen aus einem anderen Vernehmungsraum. Er sah blass & erschöpft aus. Er trug braune Häftlingskleidung, die größer war als er selbst. Er hatte Handschellen aus Metall … … wir konnten nichts für ihn tun. Ich sah Muhammad an. Er war den Tränen nahe. Wie ich. Ich machte mit meinen Fingern den Buchstaben V, das Victory-Zeichen. Er lächelte & winkte mit Handschellen zurück. Ich wollte ihn nach seinem Namen fragen, aber ich konnte nicht, denn die Soldat:innen verboten uns zu sprechen. Ich hatte Angst, dass er geschlagen würde, wenn er mir antwortet … Nachdem wir gegangen waren, fing ich an, nach Details über das Kind zu suchen. Es stellte sich heraus, dass es Ethel Al Aza war. Alter 14. Bewohner von Bethlehem. Ein talentierter Musiker. Wir haben mit seinem Vater gesprochen. Er sagte, er sei beschuldigt worden, Steine ​​auf die Soldaten geworfen zu haben, aber die Armee habe keine Beweise. Sie bedrohten ihn während des Verhörs. Auch seine Mutter wurde befragt. Auf ihn wurde körperlicher & psychischer Druck ausgeübt, damit er eine Tat gestand, die er nicht begangen hatte. Wir sahen blaue Flecken in seinem Gesicht. Es war offensichtlich, dass ihm der Schlaf entzogen worden war. Seinen Gesichtsausdruck werde ich nie vergessen. Wir werden alles tun, um ihn zu befreien.”

Majdoleen Hassona & Ethel Al Aza (14)

Keine Bewegungsfreiheit auf eigenem Land:
Im Westjordanland, einschließlich des besetzten Jerusalem, schränkt die israelische Besatzungsarmee weiterhin die Bewegungsfreiheit — ausschließlich — von Palästinenser:innen ein. Zusätzlich zu den 108 permanenten Militärcheckpoints richtete die Armee in dieser Woche 109 temporäre Militärkontrollpunkte ein & verhaftete willkürlich 7 Palästinenser:innen an diesen.

Im Jahr 2022 hat die Besatzungsarmee zusätzlich zu 108 permanenten Militärcheckpoints bisher 1.264 temporäre Militärcheckpoints eingerichtet & 75 Palästinenser:innen an diesen willkürlich verhaftet.

Am 23. April 2022 versperrten die israelischen Besatzungskräfte Tausenden palästinensischen Christ:innen den Zugang zur Auferstehungskirche in Ostjerusalem, um an den Feierlichkeiten am Karsamstag, die dem Osterfest vorausgehen, teilzunehmen. Die Besatzer:innen setzte zahlreiche Straßensperren ein & errichtete zahlreiche Barrieren. Außerdem schlossen sie einige Tore der Altstadt mit Barrikaden & verwandelten sie in eine Militärzone. Sie griffen die Besucher:innen an, indem sie sie an den errichteten Barrieren schlugen & schubsten. Die Besatzer:innen verweigerten auch einem Priester den Zugang zur Kirche & nahm zwei Besucher, darunter einen ägyptischen Journalisten, fest.

https://twitter.com/i/status/1517851372082847745

Systematische Vertreibung der Palästinenser:innen zu Gunsten von Siedler:innen/Israelis: 
Die Vertreibung & Zwangsenteignung von Palästinenser:innen ging auch diese Woche weiter. Zwar wurden diese Woche keine Familienhäuser zerstört, jedoch erneut landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge beschlagnahmt sowie 50.000 m² Ackerland in Al Walaja nahe Bethlehem zerstört & Hunderte Obstbäume entwurzelt — eine wirtschaftliche Katastrophe für die betroffenen palästinensischen Bauern. Die UN bezeichnet diese Praxis als Kriegsverbrechen, Amnesty International, Human Rights Watch & weitere Menschenrechtsorganisationen sowie die UN zeigen, dass es sich um eine Praxis israelischer Apartheidspolitik handelt, um die Demographie im besetzten Westjordanland zu Gunsten jüdisch-israelischer Siedler:innen zu verschieben.

Seit Anfang 2022 hat die Besatzungsarmee 41 palästinensische Familien obdachlos gemacht, insgesamt 248 Personen, darunter 48 Frauen & 115 Kinder. Dies war das Ergebnis des Abrisses von 51 Häusern & 5 Wohnzelten durch die Armee. Diese zerstörte außerdem 29 weitere zivile Objekte sowie 224.000m² landwirtschaftliche Nutzflächen & übermittelte 49 Abriss-, Bauverbots- & Zwangsräumungsbescheide.

Der Oberste Gerichtshof Israels hat grünes Licht für den Bau eines neuen illegalen, völkerrechtswidrigen Siedlungskomplexes im Herzen der Stadt Al Khalil (Hebron) im Süden des besetzten Westjordanlandes gegeben. Wie die israelische Zeitung Yedioth Ahronoth berichtet, hat das Gericht eine von der linken jüdischen Gruppe Peace Now & der palästinensisch geführten Stadtverwaltung von Al Khalil eingereichte Petition gegen den Komplex abgewiesen & beide Kläger zur Zahlung von insgesamt 20.000 NIS an Gerichtskosten verurteilt.

Im völkerrechtswidrig besetzten Westjordanland gibt es 280 illegale Siedlungen (die illegalen Siedlungseinheiten in Jerusalem nicht mit einberechnet), in denen mehr als 440.000 israelische Siedler leben.

Siedlergewalt: Israelische Siedler:innen haben in der vergangenen Nacht rund 35 Olivenbäume einer palästinensischen Farm im Dorf Azmit östlich von Nablus im besetzten Westjordanland zerstört. Der Olivenanbau bringt einigen der ärmsten palästinensischen Gemeinden ein Einkommen von bis zu 100 Millionen Dollar ein, so OXFAM in einem Bericht. Die Gewalt der Siedler gegen Palästinenser:innen & deren Eigentum in den besetzten palästinensischen Gebieten hat stark zugenommen.

Ein älterer Palästinenser wurde diese Woche im Dorf Kisan nahe Bethlehem verwundet, nachdem eine Gruppe von Siedlern ihn mit Schlagstöcken verprügelt & anschließend mit Pfefferspray besprüht hatten.

Zwei weitere Palästinenser wurden verwundet, nachdem Siedler Steine auf palästinensische Wohnhäuser in Kafl Haris in Salfit geworfen hatten.

In diesem Jahr haben Siedler bisher mindestens 99 Angriffe auf Palästinenser:innen & ihr Eigentum im Westjordanland verübt.

Freiluft Gefängnis Gaza

Der Gazastreifen leidet immer noch unter der Totalblockade der israelischen Besatzung. Die totale Abriegelung hält nun das 15. Jahr in Folge an, mit katastrophalen Auswirkungen auf alle Aspekte des Lebens. Sie ist völkerrechtlich illegal. Die 2.2 Mio dort lebenden Menschen Menschen dürfen ohne israelische Genehmigung weder ein- noch ausreisen, es darf nicht exportiert werden, importiert werden darf nur wenig, die Resultate sind Massenarbeitslosigkeit, ein kollaboriertes Gesundheitswesen & Lebensmittelknappheit. Bis jetzt gibt Israel keinen Hinweis auf eine Lösung in der Zukunft, wodurch die Bevölkerung des Gazastreifens ihrer wirtschaftlichen, sozialen & kulturellen Rechte weiter beraubt wird. Nach Angaben des Büros der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten sind mehr als 62,2 % der Bevölkerung von Ernährungsunsicherheit betroffen. Laut der UN gilt der Gazastreifen aufgrund der Zustände als unbewohnbar.

Die wöchentlichen Angriffe auf Gazas Fischer durch israelische Kanonenboote gingen auch diese Woche weiter. Zwei Fischer, beide Geschwister, wurden mit gummi-umantelten Stahlgeschossen verwundet & anschließend von israelischen Armee verhaftet, nachdem diese das Fischerboot vor der Küste des Gazastreifens verfolgt & beschlagnahmt hatte. Sie wurden später freigelassen. Außerdem verhaftete die Armee11 Fischer im Gazastreifen & ließ sie später wieder frei. Durch diese regelmäßigen Übergriffe auf Fischer ist die Fischerei-Industrie im Gazastreifen um über 50% eingebrochen.

Die israelischen Besatzungsbehörden hatten die Grenzübergänge zum Gazastreifen & zum Westjordanland am Donnerstagnachmittag, 21. April, geschlossen. Am Samstag, den 23. April, kündigten die israelischen Besatzungsbehörden unter dem Vorwand des Raketenbeschusses aus dem Gazastreifen die Schließung des Grenzübergangs Beit Hanoun (Erez) im nördlichen Gazastreifen für rund 12.000 palästinensische Arbeiter:innen & Geschäftsleute ab Sonntag, den 23. April. Der Grenzübergang wurde jedoch am 26. April wieder geöffnet.

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