Alltag unter Besatzung — ein Schnappschuss, 19.11.2020

Das palästinensische Kind Bashar Elayan hat die Sehkraft seines rechten Auges verloren, nachdem ihm gestern israelische Soldat*innen eine gummiüberzogene Metallkugel ins Gesicht schossen. Der Einsatz dieser gefährlichen Munition ist in Israel verboten, im besetzten Westjordanland im Einsatz gegen Palästinenser*innen jedoch erlaubt. Sie verursachen immer wieder schwerste Verletzungen & Behinderungen & werden auch gegen Kinder eingesetzt.

Bashar Elayan verlor die Sehrkraft seines rechten Auges, nachdem isr. Soldat*innen in sein Gesicht schossen.

Ebenfalls gestern entstand dieses Foto: Besatzungssoldaten halten palästinensische Arbeiter aus dem Westjordanland auf dem Weg zu ihrer Arbeit in Israel an & demütigen sie, weil sie keine isr. Arbeitserlaubnis haben (die sie selbstverständlich auch nicht bekommen können). Auch das ist eine Alltagsszene in Palästina.

Auch in Israel wurden heute Palästinenser*innen gedemütigt — obwohl sie isr. Pässe & somit isr. Staatsbürger*innen sind, aber eben nur zweiter Klasse. In Lod wurde heute ein pal. Wohnhaus abgerissen, die Familie ist nun obdachlos. Im Jahr 1948 (Staatsgründung Israels) wurde die Mehrzahl der pal. Bewohner*innen Lods von isr. Soldat*innen mit Waffengewalt vertrieben, etwa 50–70.000 Palästinenser*innen aus Lod verloren ihr Zuhause. Die wenigen Verbliebenen wurden jahrelang zu einem isolierten Leben hinter mit Stacheldraht abgezäunten Vierteln gezwungen, das sie ohne Erlaubnis isr. Behörden nicht verlassen durften.

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