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9 Tote & Proteste in Gaza

Bei dem gestrigen israelischen Militärangriff auf ein Flüchtlingslager “Nour Shams” in der Stadt Tulkarem im nördlichen besetzten Westjordanland sind zwei Palästinenser getötet worden. Es handelt sich hierbei um Asid Abu Ali (21) & Abdulrahman Abu Daghash (32). Die israelischen Besatzer:innen erklärten in einer Stellungnahme, sie hätten in einem Gebäude “eine Kommandozentrale der Militanten und ein Bombenlager” zerstört.

Wenige Tage zuvor, am 22. September wurde ein palästinensischer Teenager (18) wurde von israelischen Besatzungskräften bei einer Razzia in der Nähe der Stadt Jenin im nördlichen besetzten Westjordanland erschossen. In einer Erklärung des palästinensischen Gesundheitsministeriums hieß es, der 18-Jährige sei in der Stadt Kafr Dan durch Schussverletzungen “in den Bauch” getötet worden. Insgesamt wurden neun Palästinenser, in der vergangenen Woche von israelischen Besatzungskräften getötet.

Die Besatzungsgewalt im Westjordanland hat seit mehr als einem Jahr deutlich zugenommen, u.a. durch verstärkte Razzien & Überfälle des israelischen Besatzungsmilitärs & zunehmende Angriffe sowie Pogrome von Siedler:innen auf palästinensische Dörfer. Nach Angaben der Vereinten Nationen ist 2023 das tödlichste Jahr für Palästinenser:innen, seit die UN 2006 mit der Zählung der Todesopfer begonnen haben.

Seit Beginn dieses Jahres wurden mehr als 240 Palästinenser:innen durch israelische Soldat:innen & Siedler:innen getötet.

Seit der vergangenen Woche spitzt sich ebenso die Lage im von Israel belagerten & abgeriegelten Gazastreifen zu. Hunderte von Palästinenser:innen demonstrieren derzeit täglich entlang des von Israel errichteten Trennungszauns gegen die illegale Blockade der Küstenenklave. Das israelische Militär beschoss daraufhin den Gazastreifen mittels Drohnen & Artillerie, wodurch 22 Menschen verletzt wurden.

22.09.2023: Palästinenser:innen stellen sich den israelischen Besatzungstruppen entlang der Sperranlage, die den Gazastreifen abriegelt. Mindestens 22 Menschen wurden bei den Demonstrationen verletzt, als israelische Truppen das Feuer auf Steine werfende Demonstrant:innen eröffneten. Fotos: Mohammed Zaanoun Mit freundlicher Genehmigung von activestills

Israel hatte den Grenzübergang Beit Hanouna (in Israel Erez genannt) zum Gazastreifen letzte Woche vor dem jüdischen Feiertag Rosch Haschana geschlossen & damit Tausende von Arbeitnehmer:innen daran gehindert, zu ihren Arbeitsplätzen in Israel & im besetzten Westjordanland zu gelangen. Etwa 18.000 Palästinenser:innen aus dem Gazastreifen haben von den israelischen Behörden die Erlaubnis erhalten, außerhalb der blockierten Enklave zu arbeiten, was für die Menschen der verarmten, von der Außenwelt völlig abgeriegelten Enklave eine lebenswichtige Einnahmequelle ist.

22.09.2023: Palästinenser:innen stellen sich den israelischen Besatzungstruppen entlang der Sperranlage, die den Gazastreifen abriegelt. Mindestens 22 Menschen wurden bei den Demonstrationen verletzt, als israelische Truppen das Feuer auf Steine werfende Demonstrant:innen eröffneten. Fotos: Mohammed Zaanoun Mit freundlicher Genehmigung von activestills

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