3 tote Palästinenser, 2 tote Israelis

Zwei israelische Siedler verstarben gestern, nachdem sie von einem Auto überfahren wurden. Der palästinensische Fahrer wurde erschossen.

In der illegalen Siedlung Ramon bei Jerusalem kam am gestrigen Freitag ein Auto von der Fahrbahn ab & rammte eine Gruppe von Siedlern an einem Busbahnhof. Der Fahrer, Hussein Qaraqa (31), war ein Palästinenser. Augenzeugen hielten den Vorfall zunächst für einen Unfall, andere, bewaffnete Siedler an der Bushaltestelle erschossen den Fahrer noch am Unfallort, ohne dass für diese eine weitere Gefahr bestand.

Die israelische Polizei gab bekannt, dass es sich um einen Terroranschlag handelte. Bis jetzt behaupten weder Polizei noch Geheimdienst, er wäre irgendwie politisch organisiert. Laut der israelischen Tageszeitung Haaretz befand sich Qaraqa noch 2 Tage vorher in einer Entzugsklinik & hatte psychotische Anfälle.

Netanjahu kündigte an, dass sein Haus so bald wie möglich abgerissen & seine Familie & Freunde verhaftet werden (Kollektivstrafe, nach internationalem recht verboten). Sein Minister für nationale Sicherheit, der Rechtsextremist Itamar Ben Gvir, forderte, dass die gesamte Nachbarschaft (Al Issaweyeh), in der der Fahrer lebte, belagert & jedes Auto & jede Person, die ein- oder ausfährt, angehalten & befragt wird.

In dieser Woche wurden zwei weitere Palästinenser von israelischen Soldat:innen getötet. Bei einem Überfall der Besatzungsarmee am Dienstag auf das Flüchtlingslager Askar in Nablus wurde der 17-jährige Hamza Amjad Al Ashqar durch einen Kopfschuss getötet.

Am Donnerstag erlag Sharif Rabba erlag seinen Verletzungen, die ihm israelische Besatzungssoldat:innen zugefügt hatten. Angeblich soll er versucht haben, Soldat:innen mit einem Messer nahe dem Lager Al Fawwar im besetzten Al Khalil (Hebron) zu erstechen.

Sharif Rabba

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