3 Palästinenser erschossen

Der Palästinenser Naseem Nayef Abufouda (26), wurde gestern Morgen von israelischen Besatzungstruppen in Al Khalil (Hebron), im Süden des Westjordanlandes, getötet. Quelle der Designs: Quds News Network

Er verstarb an einer Schusswunde im Kopf, die ihm israelische Besatzungssoldat:innen zufügten. Die israelische Armee erklärte, die Soldaten hätten “ein verdächtiges Fahrzeug identifiziert” & “den Fahrer aufgefordert, das Fahrzeug anzuhalten, um es zu inspizieren”. Anschließend hätten sie dann “auf das Fahrzeug geschossen, als es versuchte, vom Tatort zu fliehen”, hieß es in der Armeeerklärung. “Das Fahrzeug rollte dann weiter & verunglückte dann”.

Ein Augenzeuge berichtete AFP, dass “vier oder fünf Soldaten ihn (Abufouda) umzingelten, als er in seinem Auto saß, vorne und hinten”. “Sie begannen auf ihn zu schießen, dann wurde er getroffen”.

Der Widerstandskämpfer Omar Tareq Saadi erlag gestern seinen Schussverletzungen, die er während des israelischen Angriffs auf Jenin am vergangenen Donnerstag im Norden des besetzten Westjordanlandes erlitten hatte. Damit steigt die Zahl der Todesopfer dieses brutalen Überfalls der israelischen Armee auf 10.

Besatzungsarmee richtet Massaker in Jenin an

Der Teenager Karam Sulaiman (18) wurde Medienberichten zufolge vorgestern Abend in der Nähe der illegalen israelischen Siedlung Kadumim im besetzten Westjordanland von einem israelischen Siedler erschossen. Er war Mitglied des Palästinensischen Islamischen Jihad & Gründungsmitglied der Jenin-Brigade.

Einem Bericht des palästinensischen Gesundheitsministeriums zufolge sind diesen Januar bisher mind. 36 Palästinenser:innen erschossen worden, darunter 8 Kinder & eine Frau. Es ist somit der tödlichste Januar im besetzten Westjordanland seit 20 Jahren. Außerdem erlag ein 13-jähriges Kind im von Israel abgeriegelten Gazastreifen vergangene Woche seinen Verletzungen, welches es während der israelischen Luftangriffe im August vergangenen Jahres erlitten hatte.

Den meisten der Getöteten wurde infolge der “Shoot-to-kill”-Politik der Besatzungsarmee in den Oberkörper geschossen. 14 erlitten Kopfschüsse, 7 andere Schüsse in die Brust, 7 in den Bauch, 6 in den Nacken & die Schultern, 2 erlitten Verwundungen am ganzen Körper.

20 der 35 Getöteten stammen aus dem besetzten Jenin, 5 aus Jerusalem, 4 aus Al Khalil (Hebron), je zwei aus Bethelem, Nablus & Ramallah & einer aus Qalqilya.

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