Filmplakat "The Present" - Die Bildrechte liegen bei den Produzenten

2 Filmtipps – “Mars at Sunrise” & „The Present“

“Mars at Sunrise” (2014): ein Film der Regisseurin Jessica Habie mit dem Golden-Globe-Gewinner Ali Suliman in der Hauptrolle.

Link zum Trailer: https://www.palestinefilminstitute.org/en/pfp/archive/mars-at-sunrise
Sprache: Arabisch mit englischen Untertiteln

Die Machtdynamik zwischen einem inhaftierten palästinensischen Künstler & seinem israelischen Vernehmungsbeamten ist das Thema von Jessica Habies surrealem Spielfilmdebüt. Er ist ein intensiv psychologisches & nicht-lineares Werk.

Filmplakat „Mart at Surise“ – Die Bildrechte liegen bei den Produzenten

Der sehr kühne, sehr stilisierte Film ist inspiriert vom Leben des Malers Hani Zurob, der wie Khaled, der Protagonist dieses Films, verhaftet, verhört & in Einzelhaft gehalten wurde, um ihn als Informanten für das israelische Militär zu rekrutieren.

Die Handlung beginnt an einem Militärcheckpoint; der diensthabende Soldat hat beschlossen, ein Nickerchen zu machen, also müssen alle warten. Als Khaled einen Blick auf ihn erhascht, hat er einen Flashback zu seiner Verhaftung & Erfahrung in langer Einzelhaft — während der seine einzige menschliche Interaktion mit seinem Vernehmer war, der zufällig derselbe Soldat ist, der am Kontrollpunkt schläft.

Zwei Jahre zuvor, so zeigt die Rückblende, wurde Khaleds Zuhause in Jerusalem von Israel annektiert. Weil er keinen blauen Jerusalem-Ausweis der Besatzung erhält & damit keine “Erlaubnis” hat, in seiner eigenen Stadt zu leben, verliert er seinen Job als Kunstlehrer für Schulkinder & ist gezwungen, nach Ramallah zu ziehen. Aber selbst das Befolgen der ungerechten israelischen Gesetze bietet Khaled keinen Schutz. Sein Haus in Ramallah wird gestürmt, seine Kunstwerke werden verwüstet, Khaled wird verhaftet & in ein Internierungszentrum gebracht…

“Mars at Sunrise” gewann mehrere Preise, darunter den für den besten Soundtrack auf dem East End Film Festival in London & den für den besten Schauspieler auf dem Alexandria Film Festival.

Wer Lust auf noch mehr Film hat:

Filmplakat „The Present“ – Die Bildrechte liegen bei den Produzenten

“The Present” ist nominiert für die 93. Academy Awards (Oscar) in der Kategorie “Bester Live-Action-Kurzfilm” & Best British Short bei den BAFTAs. Dieser Film der palästinensisch-britischen Regisseurin Farah Nabulsi wird seit gestern auf Netflix gestreamt — Wer also einen Account hat, kann ihn nun sehen.

Sprache: Arabisch mit englischen Untertiteln

Um den Film zu finden, müsst ihr vorher die Spracheinstellung eures Accounts auf Englisch umstellen!

Der Kurzfilm handelt von einem palästinensischen Mann & seiner kleinen Tochter, die sich im Westjordanland auf den Weg machen, um seiner Frau ein Geschenk zum Hochzeitstag zu kaufen. Er zeigt die Schikanen von & Auseinandersetzungen mit isr. Soldat*innen, abgesperrten Straßen & zahllosen Militärcheckpoints. Er basiert auf den eigenen Erfahrungen der Regisseurin sowie dem Alltag von Millionen Palästinenser*innen im besetzten Westjordanland.

Das kann Sie auch interessieren:

Eisenstangen, Elektroschocks, Scheinhinrichtungen: Wie Palästinenser in Israels Gefängnissen gefoltert werden

Eisenstangen, Elektroschocks, Scheinhinrichtungen: Wie Palästinenser in Israels Gefängnissen gefoltert werden

Bild via Middle East Eye Dieser Artikel von Ahmed Aziz, Lubna Masarwa und Simon Hooper …